Luther und Bernhard von Clairvaux im Gespräch. Eine inkorrekte Einleitung zum Reformationsjubiläum

Prof. Dr. Klaus Berger spricht am Dienstag, 23. September 2014, um 20.00 Uhr (im Rahmen unseres Auditoriums) zum Thema "Luther und Bernhard von Clairvaux im Gespräch. Eine inkorrekte Einleitung zum Reformationsjubiläum": "Beide sind Temperamente von großer Unterschiedlichkeit: Luther ist (manchmal) ein Wutkopf, der hl. Bernhard (manchmal) ein Hypochonder, Bernhard redet elegant, Luther manchmal polternd, ab und zu mit schlechten Witzen garniert. Aber in der Sache sind sie sich so einig wie kaum zwei Theologen dieses Ranges sonst. Deshalb bewundert Luther Bernhard als den größten Theologen. Beide sind auch nach Kräften kirchenkritisch. Und da Luthers Frau Katharina Zisterzienserin ist, wird Luther sich mit ihr sicher nicht nur über Kinder, Küche und Käsebrot unterhalten haben. Schade nur, dass Luther mit seiner Reform in die Hände gieriger Landesfürsten geriet, schade auch, dass die Zisterzienser, vom Stift Heiligenkreuz mal abgesehen, kaum große Theologen (über 1,90) hervorbrachten. Aus meinem Puppentheater-Ensemble wird der eine als Luther, der andere als Bernhard auftreten. Der Teufel bleibt zuhause, obwohl Luther ihn alle naselang zitiert. Beide glauben aber ganz klar an Engel, was das ZDF neulich dämlicherweise bestritt." Herzlich willkommen!

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