Online-Auditorium am 9. Februar 2021

Abt Dr. Maximilian Heim OCist spricht zum Anlass des zehnjährigen Jubiläums seiner Abtswahl zum Thema:

„Macht und Ohnmacht im innerkirchlichen Konflikt um Vollmacht"

„Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre“ (Joh 19,11) – In Krisenzeiten ruft man oft nach klaren Entscheidungen und verlangt nicht selten von Verantwortungsträgern in der Gesellschaft ein „Machtwort“. In der Kirche ist man zu Recht sehr skeptisch, wenn Entscheidungen aufgrund von Amtsvollmacht getroffen werden. Demokratische Strukturen verlangen auch hier die Möglichkeit der Beteiligung am Entscheidungsprozess. Dennoch gibt es eine Verantwortung in der Kirche, die nicht delegiert werden kann und die auch nicht von einem Team entschieden werden kann. Die persönliche Verantwortung vor Gott und vor den Menschen, die dem Amtsträger anvertraut sind, verlangt von ihm ebenso Gehorsam gegenüber dem Glauben der Kirche wie gegenüber ihrem rechtmäßigen Lehramt. In diese Spannung hinein sind vor allem die gestellt, die von ihrem Amt her eine größere Verantwortung tragen.

Abt Dr. Maximilian Heim OCist leitet seit 2011 das Stift Heiligenkreuz und seit 2016 auch als Abtpräses die Österreichische Zisterzienserkongregation. In Stiepel war er von 2004 bis 2011 Prior des Klosters sowie Leiter des „Auditorium“. 2003 promovierte er in Graz über die Ekklesiologie von Joseph Ratzinger. Bis 2011 lehrte Heim als Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI.-Heiligenkreuz, als deren Großkanzler er seither fungiert. Für sein theologisches Schaffen wurde er 2011 mit dem renommierten „Joseph-Ratzinger-Preis“ ausgezeichnet. 

Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen ist eine Teilnahme an der Veranstaltung nur per Livestream möglich.

Bild: Abt Dr. Maximilian Heim OCist.